Auch in der gesunden und vollwertigen Küche spricht nichts dagegen auch das eine oder andere süße Gericht zu genießen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass möglicht viele komplexe Kohlenhydrate darin vorkommen - das heißt möglichst wenig weißer Zucker und Weißmehl.
Unser Verdauungapperat ist so konzipiert, dass komplexe Kohlenhydrate langsam in kürzerkettige Zucker-Moleküle und schießlich in Einfachzucker aufgespalten werden, der dann am Ende von unserem Körper aufgenommen werden kann. Das sorgt für eine gleichmäßige und andauernde Versorgung mit Energie und hält den Blutzuckerspiegel auf einem konstanten Niveau.
Haushaltszucker (Sacherose) hingegen kann sehr schnell vom Körper resorbiert werden und sorgt daher für ein rasches Ansteigen des Blutzuckerspiegels und verschafft und dadurch ein kurzes Hochgefühl ("Zuckerflash"). Unser Körper reagiert darauf folgendermaßen: Die Bauchspeicheldrüse schüttet eine unverhältnismäßig große Menge Insulin aus, wodurch der Blutzuckerspiegel wieder rapide absinkt und wir uns folglich schlaff und antriebslos fühlen. Unsere Reaktion ist es meist dem Körper wieder Zucker zuzuführen und das Resultat ein achterbahnartiges auf und ab des Blutzuckerspiegels und eine große Belastung der Bauchspeicheldrüse und des gesamten Organismus.
Eine weitere kleine "Nebenerscheinung" beim übermäßigen Genuß von weißen Zucker ist, dass durch die herstellungsbedingte Raffination dem Zucker so ziemlich alle anderen Nährstoffe entzogen wurden. Im Zuge der Verstoffwechselung benötigt unser Körper aber einige Nährstoffe (Mineralstoffe, B-Vitamine) um diesen Verwerten zu können. Werden mit der Nahrung einen nicht ausreichend großer Menge dieser Nährstoffe zur Verfügung gestellt, holt sich der Körper diese aus seinen Reserven (Knochen, Haare, Zähne...). Das ganze führt in Folge zu einer Übersäuerung des Körpers, die wiederum das Entstehen von unterschiedlichen Krankheiten begünstigt...
Ich für meinen Fall bin kein Gesundheits- oder Moralapostel, aber ich bemühe mich beim Kochen eine Balance aus Gesundheitsbewußtsein und Genuß zu finden. Und meistens schmecken die "gesunden" Speisen ja auch bestens...! :-)
Zutaten:
20dag Dinkelgrieß
ca. 3/4 l Milch
3 Eier
1 Apfel
Vollrohr-Zucker
ein Schuß Inländer-Rum
Apfel- oder Guavendicksaft
beliebige Beeren (TK oder frisch)
etwas Zimt
Zubereitung:
Die Milch mit etwas Dicksaft süßen und am Herd zum Kochen bringen. Den Grieß langsam einrühren bis ein dicker Grießkoch (=brei) entstanden ist. Sobald der Grießkoch fertig ist den Topf vom Herd nehmen mit etwas Zimt würzen und etwas auskühlen lassen.
Den Apfel putzen und in dünnere Scheiben schneiden.
Das Backrohr auf 160°C vorheizen.
Die Eier trennen. Das Eiweiß mit etwas Rohrzucker und einem kleinen Schuß Rum zu einem festen Schnee aufschlagen.Das Eigelb in den ausgekühlten Grießbrei mischen und anschließend den Eischnee vorsichtig unterheben.
Eine ofenfeste Auflaufform buttern und mit etwas Zucker bestreuen. Die Hälfte der Grießmasse in die Form füllen mit den Apfelscheiben belegen und anschließend den Rest der Masse draufgeben.
Bei ca. 160°C in den Ofen schieben und ca. 25min goldbraun backen.
Die Beeren in einen Topf geben und mit wenig Wasser zum Kochen bringen. Bei Bedarf etwas Dicksaft zugeben um zu süßen. Die Beeren solange kochen, bis ein dickflüssiges Sößchen entstanden ist. Eventuell mit etwas Speisestärke binden, falls die Soße zu dünnflüssig ist.
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